«Die Kinder, Mütter und Familien in Bethlehem sind weiter auf die medizinischen und sozialen Angebote der Kinderhilfe Bethlehem angewiesen», diese Schluss zieht Nationalrätin Barbara Schmid-Federer aus den Berichten und Statistiken der Generalversammlung der Kinderhilfe Bethlehem in Freiburg i.Br. Schmid-Federer ist Vize-Präsidentin des in Luzern ansässigen Vereins. Präsident Michael Schweiger rief die Mitglieder zu einem verstärktem Engagement auf, damit die Familien in Bethlehem auch in schwierigen Zeiten auf die Kinderhilfe Bethlehem zählen könnten. Der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Bethlehem und im Caritas Baby Hospital vor wenigen Wochen habe wichtige Impulse gegeben. Diese aufzunehmen und fortzuführen, sei eine wichtige Aufgabe, so Schweiger.
Im Mittelpunkt der Generalversammlung standen die Rahmenbedingungen, die «unsere Arbeit zusehends erschweren», sagte Schweiger weiter. Die Wirtschaft in Palästina liege am Boden, traditionelle soziale Systeme zerbrächen und auf politischer Ebene sei kein Ende der Eskalation erkennbar. Umso wichtiger seien die Angebote im Caritas Baby Hospital, das allen Kindern offen steht – ohne Frage nach sozialer Herkunft, Religion oder Nationalität. «Mitarbeiter in allen Bereichen des Hospitals gehen an ihre Grenzen, um den Kindern zu helfen», sagte Dr. Hiyam Marzouqa, Chefärztin im Caritas Baby Hospital. Sie ist dankbar für die Unterstützung durch Spender, welche die Arbeit im vergangenen Jahr mit 13,7 Millionen Franken ermöglicht haben.
Besondere Aufmerksamkeit erfuhr die Kinderhilfe Bethlehem im Mai durch den Besuch des Papstes. Präsident Michael Schweiger liess diesen besonderen Tag Revue passieren und betonte die Bedeutung für die Kinderhilfe Bethlehem. «Es war eine besondere Freude und Ehre für uns, dass der Papst mit seinem Besuch die kranken Kinder und Mütter von Bethlehem in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit gestellt hat.»
Während der Generalversammlung wurde der neue Direktor des Caritas Baby Hospitals Maher Turjman vorgestellt. Erstmals wird diese wichtige Aufgabe nicht einem Europäer, sondern einem Palästinenser übertragen. Turjman hat sich zum Ziel gesetzt, die neuen medizinischen und sozialen Angebote im Caritas Baby Hospital weiter zu etablieren und die Dienste auszubauen. Dies ist eng verknüpft mit dem aktuellen An- und Umbau. Dieses grosse Bauprojekt wird von Turjmans Vorgänger Ernst Langensand zum Abschluss gebracht. «Die Weichen für die Zukunft sind gestellt, damit sich die Kinder und Mütter auch zukünftig auf unser Versprechen verlassen können: Wir sind da», verspricht Turjman, der auch die Vertretung der Kinderhilfe Bethlehem im Heiligen Land übernimmt.
Die Mitglieder der Kinderhilfe Bethlehem zeigten sich zufrieden mit der geleisteten Arbeit. Sie sprachen den Verantwortlichen ihr Vertrauen aus und kündigten weitere Aktionen zur Unterstützung an.
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