Gedicht eines Besuchers

Bethlehem ist unser Ziel,
man erwartet ziemlich viel
Gruppen und auch sonst Touristen,
die für Wartezeit sich rüsten.

Also steuern wir erst Babys an,
die man hier bewahren kann
vor der allzu großen Not,
da Barmherzigkeit Gebot.
Ohne Sicht auf was wer glaubt,
wird hier Hoffnung nicht geraubt.
Außen rum: Im großen Raum
sieht man Babys, glaubt es kaum,
dass das Kleinkind, das dort lacht,
von der Mutter hergebracht,
weil die Sorge um das Kind
einfach nicht ein Ende find't.

Man braucht Hilfe jeder Art,
denn die Aufgabe ist hart:
Ärzte und auch Pfleger fehlen -
weib- und männliche hier zählen.
Und das Spendenkonto fleht:
„Zahlt was ein, so gut es geht.“

Jung, gescheit die Medienfrau,
sie erklärt uns ganz genau,
dass das Baby-Hospital
Wunder wirkt von Mal zu Mal.
-
Dieter Lührs