2017 wurden bereits über 130 Frühgeburten im Caritas Baby Hospital behandelt

Der Welt-Frühgeborenen-Tag am 17. November ist zu einem wichtigen Tag im Jahr geworden, um auf die Herausforderungen von Frühgeborenen aufmerksam zu machen. Weltweit kommt rund jedes zehnte Baby zu früh auf die Welt. Allein im Caritas Baby Hospital in Bethlehem wurden im Jahr 2017 bisher mehr als 130 Frühgeburten behandelt.

Ungefähr fünf bis zehn Prozent aller Kinder sind Frühgeborene, also Babys die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Das Geburtsgewicht der «Frühchen» liegt oft bei deutlich weniger als 2500 Gramm. In ihren Körperfunktionen sind sie nicht reif genug, um ohne medizinische Hilfe überleben zu können. Der Bedarf an intensivmedizinischer Betreuung für Frühgeburten ist auch im Westjordanland gross. Viele betroffene Familien finden den Weg ins Caritas Baby Hospital in Bethlehem, dem einzigen rein pädiatrischen Krankenhaus in der Region. Dieses Jahr wurden bereits über 130 Frühgeburten behandelt.

«Die fachkundige medizinische Betreuung der zu früh Geborenen ist ein wesentlicher Teil für ihre Entwicklung. Besonders wichtig ist auch, Frühchen sehr genau zu überwachen, denn jede noch so kleine Infektion kann für sie tödlich sein», erklärt Dr. Hiyam Marzouqa, die Chefärztin des Caritas Baby Hospital. Durchschnittlich werden die Frühgeborenen während fünf Wochen im Spital betreut, bevor sie nach Hause entlassen werden können. Die Behandlung ist ausgesprochen kostenintensiv. Neben teurer Medikamente, erhalten die Säuglinge so früh wie möglich Physiotherapie zur Stärkung der Lungen oder zur Förderung des Saugreflexes. 

Da es in Palästina kein tragendes Krankenversicherungssystem gibt, wird der Grossteil der Behandlung durch Spenden finanziert.