Geschichte

1952 reiste der Walliser Pater Ernst Schnydrig im Auftrag der Schweizer Caritas nach Bethlehem, um sich ein Bild der Lage vor Ort zu machen. Dort sah er sich mit der Not der palästinensischen Bevölkerung konfrontiert. Hunderttausende Palästinenserinnen und Palästinenser waren 1948 infolge der Staatsgründung Israels und des darauffolgenden Unabhängigkeitskrieges (israelische Geschichtsschreibung) bzw. der Nakba (arabisch für "Katastrophe", palästinensische Geschichtsschreibung) zu Flüchtlingen und Vertriebenen geworden und lebten in grosser Armut in Zelten.  

In Bethlehem traf Schnydrig auch auf Hedwig Vetter, eine Mitarbeiterin der Schweizer Caritas, die bereits drei Jahre zuvor nach Bethlehem gereist war und sich dort um bedürftige Kinder kümmerte. Zusammen mit dem palästinensischen Arzt Antoine Dabdoub mieten die beiden einige kleine Zimmer in der Altstadt von Bethlehem und richteten ein medizinisches Notfallzentrum für Kinder ein.  

Zurück in Europa, trat Schnydrig in die Dienste des Deutschen Caritasverbandes. Er setzte sich dort und in der Schweiz für die finanzielle Unterstützung dieses Projektes ein. So wurde 1963 ein Trägerverein gegründet: der "Verein Caritas-Kinderhilfe Bethlehem", der später in "Kinderhilfe Bethlehem" umbenannt werden sollte. Am 26. April 1978 konnte schliesslich ein eigenes Krankenhausgebäude eingeweiht werden: das Caritas Baby Hospital. 

Das Caritas Baby Hospital hat sich über die Jahre im medizinischen und pflegerischen Bereich stark weiterentwickelt und ist bis heute das einzige Kinderkrankenhaus im Westjordanland und eine zentrale Anlaufstelle für Kindermedizin.  

Geschichte - Kinderhilfe Bethlehem
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