Aktuelle Lage im Westjordanland: Caritas Baby Hospital reagiert

Aktuelle Lage im Westjordanland: Caritas Baby Hospital reagiert


Die aktuelle Lage im Nahen Osten wirkt sich auch auf das Westjordanland und das Caritas Baby Hospital aus. Das Kinderkrankenhaus trifft Vorsorgemaßnahmen – und sorgt gleichzeitig dafür, dass kranke Kinder weiterhin behandelt werden können.

Der Angriff Israels und der Vereinigten Staaten von Amerika auf den Iran beeinflusst auch die Sicherheit und den Alltag im Caritas Baby Hospital in Bethlehem. Die aktuelle Lage im Westjordanland führt dazu, dass sich das Krankenhaus verstärkt auf mögliche Notfälle vorbereitet, während gleichzeitig die medizinische Versorgung der Kinder gewährleistet bleibt.

Vorbereitungen für mögliche Notfälle

Das Caritas Baby Hospital hat sein Kellergeschoss sowie den Schutzraum des klinikeigenen Kindergartens für Notfälle vorbereitet. Mitarbeitende wurden erneut an Sicherheitsregeln, Brandschutzmaßnahmen und Evakuierungspläne erinnert.

Bereits im Februar wurden Vorräte an medizinischem Versorgungsmaterial sowie Treibstoff für einen Zeitraum von drei Monaten angelegt. Um Diesel zu sparen, wurde außerdem die Heiztemperatur in den Räumen gesenkt.

All diese Maßnahmen stellen sicher, dass das Caritas Baby Hospital seine Arbeit auch dann fortsetzen kann, wenn sich die aktuelle Lage im Nahen Osten und dem Westjordanland weiter zuspitzen sollte.

Medizinische Versorgung der Kinder bleibt gesichert

Trotz der angespannten aktuellen Lage im Westjordanland bleibt die medizinische Versorgung im Caritas Baby Hospital bestehen. Das Kinderkrankenhaus stellt weiterhin sicher, dass kranke und verletzte Kinder behandelt werden können.

Damit die Arbeit auch unter schwierigen Bedingungen fortgeführt werden kann, wurden zusätzliche Schlafräume für Mitarbeitende eingerichtet. Diese sind besonders für jene wichtig, die außerhalb Bethlehems wohnen und normalerweise längere Wege zur Arbeit zurücklegen müssen. So können lange und teilweise unsichere Fahrten über Land vermieden werden.

Baustelle der Tageschirurgie von Einschränkungen betroffen

Einschränkungen gibt es derzeit vor allem bei den Bauarbeiten der neuen Tageschirurgie. Neue Straßensperrungen im Westjordanland durch die israelische Armee erschweren es einigen Bauarbeitern, die Baustelle zu erreichen.

Neben der Sorge um Verzögerungen bei den Bauarbeiten, wächst die Angst um allgemeine Versorgungsschwierigkeiten. In Konfliktzeiten werden Transportwege oft eingeschränkt, was den Zugang zu wichtigen Materialien, wie Baustoffen, erschweren kann.

Hoffnung auf Tourismus im Keim erstickt

Neben der Sicherheitslage hat die aktuelle Situation auch wirtschaftliche Folgen für Bethlehem. Besonders stark betroffen ist der Tourismus, der für die Stadt eine wichtige Einnahmequelle darstellt. Noch beim vergangenen Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel hatte sich Bethlehem über leicht steigende Besucherzahlen gefreut. Viele hofften vorsichtig auf eine Entspannung der wirtschaftlichen Lage.

Nach den jüngsten Ereignissen im Nahen Osten und den umfangreichen internationalen Reisewarnungen ist diese Hoffnung jedoch auf unbestimmte Zeit verflogen. Die aktuelle Lage im Westjordanland wirkt sich damit auch stark auf die wirtschaftliche Situation der Region aus.

 

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