
Eliaa ist gesund – dank einer mutigen Entscheidung
Die kleine Eliaa litt unter einer schweren Infektion, während ihre Eltern Ruba und Majd mit den täglichen Herausforderungen in Bethlehem kämpften – Belastungen, die längst zum Alltag geworden sind. Im Caritas Baby Hospital fanden sie die spezialisierte Hilfe, die ihre Tochter vor Schlimmerem bewahrte.
Tägliche Herausforderungen einer jungen Familie
„Früher haben wir in unserem Hotel in der Hochsaison täglich mehrere Reisegruppen bewirtet. Da hatte die Küche ganz schön zu tun. Aber wegen der Extra-Schichten hatte ich als Koch auch einen besseren Lohn.“ Die Zeit, von der Majd Abu Akar erzählt, liegt inzwischen beinahe fünf Jahre zurück. Zuerst brachte die Corona-Pandemie den Tourismus in Bethlehem zum Erliegen, dann hielt der Krieg in Gaza die Besucher fern.
Ruba Abu Akar, im Polizeidienst beschäftigt, genießt nur auf den ersten Blick berufliche Sicherheit. „Mein Gehalt ist keineswegs garantiert“, sagt sie. „Die Regierung kann uns nicht immer auszahlen.“ Die junge Familie, deren Wurzeln in den Bethlehemer Flüchtlingslagern Dheisheh und Aida liegen, ist auf fremde Unterstützung angewiesen.

Eltern Ruba und Majd mit ihren zwei Töchtern © KHB/Archiv
Im Caritas Baby Hospital kam die rettende Diagnose
Vor fast zwei Jahren kam Eliaa, die zweite Tochter der Abu Akars, zur Welt. Groß war die Freude über das neue Familienmitglied. Die ersten Lebensmonate verliefen unproblematisch. Aber als Eliaa gut eineinhalb Jahre alt war, bekam sie plötzlich hohes, langanhaltendes Fieber. Die Eltern waren alarmiert und fanden zunächst keine medizinische Unterstützung, die half. Das Fieber stieg indes weiter.
Schließlich brachten sie ihre Tochter ins Caritas Baby Hospital nach Bethlehem. Dr. Saliba Ghneim diagnostizierte eine Pneumonie im rechten Lungenflügel, und weitere Abklärungen bestätigten den Verdacht auf einen Lungenabszess. „Alle sprachen schon davon, dass Eliaa operiert werden müsse. Mit Vollnarkose und allem“, erinnert sich Ruba. Nach zehn Tagen ohne deutliche Verbesserung stand genau diese Entscheidung im Raum.
Die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit
Viele Krankenhäuser hätten in diesem Moment eine Überweisung in eine Chirurgie veranlasst. Doch das erfahrene Team des Caritas Baby Hospital entschied sich bewusst für ein vorsichtiges Vorgehen. Dr. Saliba Ghneim suchte den Rat von Fachleuten aus Infektionsmedizin, Hämatologie und Thoraxchirurgie anderer Einrichtungen, um die bestmögliche Entscheidung für Eliaa zu treffen. Anschließend optimierte er die medikamentöse Behandlung und ließ das kleine Mädchen engmaschig überwachen – stets mit dem Ziel, einen belastenden Eingriff zu vermeiden.
"Wir wissen nicht, was sonst passiert wäre"
Majd über die Krankheit ihrer Tochter
Die Entscheidung erwies sich als richtig. Wenige Tage später sank das Fieber, Eliaa gewann an Kraft und die Entzündung ging weiter zurück. Majd sagt später: „Wir wissen nicht, was sonst passiert wäre. Wie unsere Tochter die Operation überstanden hätte, und ob wir uns diese überhaupt hätten leisten können.“
Dass Eliaa ohne Eingriff gesund wurde, ist das Ergebnis einer präzisen medizinischen Einschätzung und kontinuierlichen Überwachung. Für die Familie bedeutete auch die Übernahme einiger Kosten durch den Sozialdienst des Caritas Baby Hospital eine wesentliche Entlastung – ein Zusammenspiel, das Eliaa rechtzeitig geholfen hat.
Wussten Sie schon?
Der klinikeigene Sozialdienst im Caritas Baby Hospital gibt psychosoziale Unterstützung für Patientinnen, Patienten und ihre Familien. Er bietet auch finanzielle Unterstützung, wenn sich Eltern die Behandlung ihrer Kinder nicht leisten können. Anhand von Kriterien prüft der Sozialdienst auf individueller Basis, ob eine Familie bedürftig ist und die Behandlungsgebühren im CBH nicht selbst tragen kann. Wird eine Familie als bedürftig eingestuft, wird der Eigenanteil an den Behandlungskosten reduziert oder ganz erlassen.














